NORMANDY BEACH RACE

Riva Bella against wind’n tides

Da sind wir, denken wir. Ein besonderer Strand, der RIVA BELLA, alte Fahrzeuge und Menschen aus vielen europäischen Ländern. Wir treffen uns im wunderschönen Quistreham, einem französischen Ferienort am Atlantik, wie er mondäner nicht sein könnte, zum 1. Normandy Beach Race.

Trotz der selben Zutaten wie bei Strandrennen dieser Art, spüren wir schnell Unterschiede. Die Menschen sind freundlich, offen und sehr entspannt. Sie freuen sich der historischen Schwierigkeiten wegen, endlich dieses besondere Event austragen zu können.

Roman Bail, der Bürgermeister von Quistreham erzählt uns, dass im Gegensatz zu den jährlich stattfindenden und der eher bedrückend wirkenden Feierlichkeiten, zur Befreiung der Normandy und der Situation des Brexits, eine sehr viel freundlichere und buntere Veranstaltung, den Menschen besser täte. Eine Abwechslung zu donnernden Militärjeeps, Panzern und Paraden am Strand, sowie sich eines vereinten Europas zu besinnen, waren Grund genug, die Veranstalter zu unterstützen. Er möchte ein Zeichen setzen, den Menschen über den eigenen Stolz hinaus helfen, um für eine gemeinschaftlichere Gesellschaft einzustehen.

your Normandy stuff

Wir sind beeindruckt und stürzen uns in das Getümmel der technischen Abnahme. Erlaubt sind Fahrzeuge gebaut bis 1947. Jeder der an diesem Rennen teilnimmt, inklusive Staff, also auch wir, muss sich der damaligen Zeit entsprechend, anziehen.

Bei dieser traditionellen Veranstaltung wurde auf jedes Detail penibel geachtet: Strohballen als Begrenzung, historisch gekleidete Streckenposten sowie Fahrer, stylishe Startergirls, die entsprechenden Fahnen, Banner und Logos. Abgerundet mit der richtigen Musik versetzten wir uns unweigerlich in die damalige Zeit.

Gefahren wurde gegeneinander. Auf weichem Sand, auf dem Sword Beach. Es gibt keine besonderen Regeln. Der Spass steht im Vordergrund. Jeder macht, wie damals üblich, das Rennen mit dem Gegner aus. Dafür reicht ein einfacher Fingerzeig. Und gewonnen haben ohnehin schon alle Teilnehmer. Bei den krachenden Starts stehen wir oft im nebligen Muschelkalk. Für die Normandy und zu der Zeit absolut untypisch, haben wir auch noch großes Glück mit dem Wetter und folgen bei strahlendem Sonnenschein dem Renngeschehen bis in die Abendstunden.

Im Sonnenuntergang sitzen wir zusammen und lauschen den Geschichten, der Streckenposten und den Fahrern. Wo früher noch Groll gegenüber fast allem gehegt wurde, finden wir heute ein sehr offenes Europa. Wir sind begeistert und lassen den Abend mit unseren neuen französischen, dänischen, spanischen und deutschen Freunden ausklingen. 

Wir haben das Rennen gemacht, finden wir und sind uns sicher, wir treffen uns wieder!

Eine story experience by EYSENBERG.